Wenn ich in Bezug auf Alternde, Älterwerdende oder solche spreche, die in deutlich jüngeren Jahren an die Brücke gehen müssen oder wollen, dann möchte ich euch kurz etwas darüber sagen, wie denn ein Teil der anderen Seite sich anscheinend darstellt. Und ich betone sehr deutlich, dass ich selbst nur Ergebnisse wiedergebe, die ich über die Literatur von einschlägigen Veröffentlichungen zum Thema recherchieren konnte. Ich forsche also nicht selbst an diesem Thema, ausser dass ich Literatur und andere Medien dazu zusammentrage und studiere. Dieser nebulöse Bereich am anderen Ende ist nicht der Ausgang der Brücke, denn den kennen wir nicht, weil es eine endgültige und finale Angelegenheit ist. Es gibt dort ein Licht. Zumindest empfinden wir Menschen es so. Das genau ist der Bereich „Hinter dem Horizont“. Und um diesen geht es hier nicht. Dennoch gibt es einen Bereich, einen Zustand, der durch die NTE-Untersuchungen deutlich erhellt werden konnte. Und davon berichte ich, denn diese Ergebnisse sind für mich eine Begründung für die Vorstellung des Projektes „Die Brücke“.
Das bedeutet, ich phantasiere nicht herum, sondern ich verwende Erkenntisse aus den Untersuchungen zu den sogenannten Nah-Tod-Erlebnissen, um euch hier die ethische Grundlage des Projekts „Die Brücke“ zu erläutern. Interessant für mich anzumerken ist, dass es zu diesem Thema kaum deutsche Literatur gibt, wohl aber aber einige amerikanische Literatur. Ich mutmaße, dass es im russischsprachigen Raum deutlich mehr dazu gibt, doch diese Veröffentlichungen sind für mich leider nicht zugänglich. Zum Einen weil ich die Sprache nicht spreche und zum Anderen, weil ich keine Kontakte nach Russland habe, die Licht in diese Angelegenheit bringen könnten. Dennoch gibt es eine Unzahl „erleuchtende“ Literatur, die ich euch ans Herz legen möchte. Und wenn ihr einen Film sucht, der meiner Meinung nach eine großartige Zusammenfassung der von mir gefundenen literarischen Quellen darstellt, dann schaut „Hinter dem Horizont“ an.
Das, was ich selbst lesen und damit analysieren konnte ist, dass die mir zugänglichen amerikanischen Quellen wissenschaftlich betrachtet sauber gearbeitet haben. Und die „begleitende“ Literatur, häufiger verlegt vom Sphinx-Verlag oder eben antiquarische Literatur, die ich zusammentragen konnte, weisen daraufhin, dass die Ergebnisse der NTE-Untersuchungen die richtige Richtung weisen.
IM Kontext us-amerikanischer NTE-Untersuchungen werden demnach u.a. Parameter erfasst wie Herkunft, ethisch-moralische Prägungen (also familiäre, schulische, universitäre und allgemein gesellschaftliche Alltagsumgebungen wie z. B. religiöse Umgebungen), die individuelle Lebensgestaltung u.e.m.. . Es findet bzw. fand nach meinem Dafürhalten bei diesen Untersuchungen also eine sehr tiefgehende Differenzierung der Untersuchenden statt, die versuchte, Einflussfaktoren wie Abstammung, Prägemuster, Ausbildungshintergründe und individuelle Lebensverläufe zu beleuchten und vor allem zu berücksichtigen. Und was nun das Besondere ist, und das macht die Untersuchungsergebnisse für mich sehr interessant, ist , dass die Nah-Tod-Erlebnisse sich in einigen Merkmalen eben gerade NICHT voneinander unterscheiden. Das bedeutet, es gibt Hinweise darauf, dass es ein übergreifendes Element oder Szenario gibt, das bei allen diesen analysierten Beschreibungen von Menschen, die gestorben sind und als klinisch tot galten, um dann doch wieder „zurückzukommen“, um weiterzuleben, etwas geschah, das unabhängig von den o.a. Faktoren ist und war. Sie beschrieben unabhängig von Herkunft usw. Szenarien, die „übergreifend“ stattzufinden scheinen, Erlebnisse, die sehr bewegend für sie waren. Ich komme gleich im Anschluss dazu.
Es gibt eine demnach Trennwand, eine Art Zutrittsbereich auf die
Brücke, die Dich hinüber in was auch immer führt. Das Sinnbild der Brücke ist auch hier meiner Meinung nach sehr gut geeignet, um ein tieferes Verständnis zu bekommen vom Vorgang des „Dahingehens“, des Wechsels in die „neue Welt“, die „Anderswelt“, das Reich der Toten oder sogar des „ewigen Lebens“, wie auch immer bildlich es verständlich zu erfassen ist oder Du es für Dich interpretierst. Und ja, es gibt dort einen Bereich, der endgültig ist, von dem aus niemand mehr zurückkehrt und der uns folglich verschlossen bleibt. Aber, und das ist das Besondere, es gibt ein „Vorfeld“, eine Art „Übergangsbereich“. Um bei dem Bild der Brücke zu beschreiben, es gibt also einen Zutrittsbereich, eben dort, wo sie für Dich beginnt, wenn Du auf die andere Seite gehst. Und dieser beginnt in dem Moment, wo Du stirbst und, um auf die NTE-Untersuchungen zurückzukommen, sogar bereits als klinisch tot betrachtet wirst. Und genau dann, so erinnern sich die „Zurückgekehrten“ findet etwas statt, das NICHT von den Prägungen und Erfahrungen der betreffenden Person abhängig zu sein scheint, sondern alle Menschen gleichermaßen betrifft.
Um diesen Anfangsbereich geht es hier, denn von dort sind Menschen trotz des festgestellten klinischen Todes ins Leben zurückgekehrt. Und genau darauf konzentriert sich demnach auch die wissenschaftliche Untersuchung von NTEn. Und genau darauf nehme ich mit meinem Projekt „Die Brücke“ auch Bezug. NTE sind ein Trigger für mich gewesen, um das Projekt zu konzeptionieren.
Die eben genannten NTE-Forschungen weisen meiner Auffassung nach auf ein bemerkenswertes Phänomen hin, das allen untersuchten Fällen gemeinsam ist.
In diesem Anfangsbereich der Brücke geschehen demnach Dinge, die übergreifender Natur sind, also alle Menschen gleich betreffen. Alle NTE-Schilderungen berichten, dass dort niemand ist, der Dich richtet, beurteilt oder gar bestraft. Also keine „richterliche Instanz“. Das ist zunächst einmal eine bemerkenswerte Tatsache. Aufgeklärte Menschen werden jetzt vielleicht lächeln, denn sie stellen diese Gerechtigkeitsbilder so und so in Frage, auch weil sie sich sträuben, eine menschenähnliche Verinstitutionalisierung ohne jedweden Beweis anzuerkennen, schon gar eine Art „Gottes Gerechtigkeit“, wenn es um den Sterbevorgang geht.
Dennoch geschieht nach den übereinstimmenden Aussagen der NTE-Erfahrenen eine umfassende Reflektion Deines Lebens. Und damit nicht genug, es gibt eine „Weitsicht“, die für alle Betroffenen ein völlig neuartiges Erlebnis darstellte, z. B. die Begegnung mit ihnen unbekannten Wesenheiten, die sich u.a. als Vorfahren zu erkennen gaben und die einen „tieferen“ Bezug zum Leben des Betroffenen offenbaren und dadurch Reflektionsinterpretationen ermöglichen, die zu einem „Overview“ der Zurückkehrenden führen konnten, zumindest zu einem bemerkenswert hohen Anteil bei den Berichten.
Die in allen geschilderten NTEn auftretende Gemeinsamkeit ist neben diesem Geschehnis aber die tiefe und überwiegend als offenbarend und ergreifende Erkenntnis der Betroffenen, dass wir niemals alleine sind und sein werden. Es sind immer Wesenheiten um uns herum, die sich Dir, je nach Deiner Auffassungsgabe, als präsent erweisen, denn Du kannst mit ihnen einen eindeutigen kommunikativen Austausch betreiben und Du siehst die Dinge, die Dir in einer Weise vergegenwärtigt werden, als wärest Du mitten drin. Sozusagen eine „virtuelle Realität“, um es mit einem vielleicht heutzutage leichter verständlichen Passus zu beschreiben. Und damit bei weitem nicht genug.
Eine weitere bemerkenswerte Gemeinsamkeit, die in dem hier geschilderten Zusammenhang des Projekts „Brücke“ meiner Meinung nach benannt zu werden wert ist, ist die der stets stattfindenden Reflektion des eigenen Daseins, des eigenen Lebens. Das ist zunächst vielleicht trivial, da es die Gläubigen unter uns nicht besonders triggert, das sie so und so der Überzeugung sind, dass es ein „Weiterleben“ gibt und geben wird. Doch den Glauben daran überlassen naturwissenschaftlich ortientierte Menschen zu gerne den Priestern. Sie suchen viel mehr, basierend auf transparenten Beobachtungen und dazugehörigen Methoden und Instrumenten, nach replizierbaren Ergebnissen. Und da ist nun einmal feststellbar, dass es einen eklatanten Mangel an entsprechender Literatur gibt. Ich selbst betone das hier deshalb, weil ich die geschilderte Situation sogar als symptomatisch betrachte, denn warum wird ausgerechnet dieser wichtige Untersuchungsbereich unseres Daseins anscheinend willentlich „ausgeblendet“?! Warum wird der Sterbevorgang so nachhaltig ausgeklammert mit der einfältigen Begründung, das sei alles so und so nur ein „Zerrbild“ des absterbenden Gehirns und zudem nicht für wissenschaftliche Untersuchungsinstrumente greifbar? Die us-amerikanische Literatur scheint es ja eben doch herzugeben. Und warum wird der neugierige und forschende Geist eingesperrt und per gesellschaftlicher Diffamierung daran gehindert, Erkenntnisse zu sammeln, die nach den mir vorliegenden Ergebnissen eine gesellschaftliche und, was noch viel wichtiger ist, eine individualisierbare Erkenntnis aufzuweisen haben, die geradezu grundlegend ist. Nämlich die, dass es weitergeht, dass Dinge unabhängig von Deiner Herkunft usw. stattfinden und dass JEDER sie erfahren wird. Kann es sein, dass die Ergebnisse dazu den um jedwede gesellschaftliche Deutungshoheit ringenden Mächtigen NICHT gefallen? Dazu gehören natürlich die Kirchen und Glaubensrichtungen und die mächtigen Staatsträgerschaften aus den unterschiedlichen Gesellschaftsstrukturen im Hier und Jetzt.
Die oben geschilderten Erlebnisse können durchaus damit beschrieben werden, dass Du DEIN Buch DEINES Lebens liest und erkennst, es ist nichts vergessen worden, auch Szenen und Begebenheiten, die aus Deinem Alltagsgedächtnis verschwunden zu sein schienen. Warum das stattfindet, schildern Betroffene nicht, sie berichten lediglich, dass es stattfindet. Und das ist wiederum ein Grund für mich, das „Brücke- Projekt“ zu konzeptionieren, das die Besucherschaft z. B. genau auf die geschilderten Erlebnisse vorbereiten kann, indem z. B. Zeit und Muse für Reflektion des im jeweiligen Leben stattgefundenen Geschehnisse ermöglicht wird. Wie, das schildere ich später.
Zur nächsten „übergreifenden“ Gemeinsamkeit von NTEn. Wir alle sind keine Engel. Ich will damit sagen, dass wir in unserem jeweiligen Leben Begebenheiten erleben, die fortan, mal mehr, mal weniger mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden sind. Teils haben wir sie selbst initiiert, teils sind wir in die entsprechenden Situationen „hineingeworfen“ worden, ohne unser direktes Zutun oder unsere individuelle Absicht. Ich ziele jetzt bei dieser Betrachtung einmal auf die Begebenheiten ab, die Du willentlich selbst in die Wege geleitet hast. Ob es Dir bewusst ist oder b.a.w. nicht, Du hast anderen Menschen etwas angetan, das bei ihnen Schmerzen verursacht hat, und das betrifft sowohl physische wie psychisch-seelische Schmerzen. Wir kennen alle solche Begebenheiten. Demnach muß ich das hier jetzt nicht vertiefen. Wichtig ist aber, dass JEDER solche Begebenheiten kennt und JEDER sie tagtäglich auch spürt, es sei denn er blendet sie aus welchen Gründen auch immer willentlich aus. Dieses willentliche Ausblenden geht demnach solange gut, bis auch Du auf die Brücke gehst. Dann wird es geschehen. Für Dich, für mich, für jeden Menschen.
Die Betroffenen von NTEn berichten übergreifend davon, dass Du all die Schmerzen, die Du anderen zufügtest, am eigenen Leibe spürst. Du spürst sie wohl umso deutlicher, je mehr Willen Du dabei eingesetzt hast, um einem anderen Menschen zu schaden oder ihm und ihnen gar Leid angetan hast. Doch niemand urteilt, bestraft, gibt Dir irgendwelche Aufgabenstellungen oder gar Erlassmöglichkeiten, wie z. B. bei einem Ablasshandel. Nein, Du bist mit diesem Schmerzerlebnis ganz alleine mit Dir. Du kannst in Deinem Leben so oft gebeichtet haben, wie Du möchtest, das spielt anscheinend keine Rolle. Es ist unauslöschlich mit Dir und Deiner Existenz verbunden, denn Du hast dabei nun einmal die Hauptrolle gespielt.
Und dieses Erlebnis wird von allen Betroffenen als tiefgreifend, erfassend und für den weiteren Lebensweg nach der Rückkehr ins Leben als prägend beschrieben. Wenn wir uns kurz besinnen darauf, was das bedeutet, so wird jeder wohl schnell einige Situationen aufrufen können, in denen sich eine Art innere Stimme meldet und bestätigt, dass es so war und es Dir vielleicht jetzt in diesem Moment des Besinnens ein Gefühl des Bedauerns, des „Ich will mich dafür entschuldigen“ oder „Ich muss unbedingt das Gespräch suchen“, „Ich will das abarbeiten, denn es belastet mich“, erzeugt.
Alle Betroffenen dieser NTE berichten übergreifend davon, dass nach der „Rückkehr“ genau so eine Art von Gedanken bei ihnen als aktives Folgegeschehen auftraten und sie sich folglich darum bemühten, genau das eben Geschilderte aktiv anzugehen, soweit sie die Möglichkeiten dazu hatten. Auffällig ist für mich, dass viele der Schildernden ihren Lebensweg aus ihrer persönlichen Sicht nachhaltig verändert haben. Sei es in der gerade dargestellten Form oder einigen anderen Vorgehensweisen. Wichtig ist, sie änderten ihr Verhalten deutlich erkennbar, denn die Berichte der Angehörigen treffen klare Aussagen zur Veränderung der betroffenen Person vorher und nachdem.
Für mich entstand bei dem Studium dieser Untersuchungen an genau diesem eben dargelegten Punkt der Gedanke, dass die so geschilderten Begebenheiten erneut ein Prinzip verdeutlichten, das viele Menschen oftmals zur Verzweifelung bringt. Wenn es z. B. darum geht, zu hinterfragen, ob es denn einen Gott gibt und vor allem, wo denn dieser Gott ist, wenn Menschen einander unsägliches Leid zufügen. Er gibt sich bekanntermaßen nicht zu erkennen und sie oder er ist anscheinend auch nicht gegenwärtig. Natürlich frage auch ich mich das gelegentlich. Ich bin aber auch nicht darauf aus, einen endgültigen Beweis seiner Existenz zu erhalten, um an das „Göttliche“ zu glauben. Ich bin Naturwissenschaftler und ich bin lediglich staunend schweigsam, wenn ich einmal mehr erkenne, welch wunderbares Werk das Leben darstellt. Doch ich habe akzeptiert, dass das Leben Jahrmillionen Zeit hatte, sich zu entwickeln und auszuformen. Und genau dieser Aspekt der Zeit ist es, der häufig ausgeblendet wird.
Und wenn ich das „Göttliche“ empfinde, so forsche ich selbstverständlich auch in mir zugänglichen Quellen nach, um es erfassen zu lernen. Und dabei treffe ich auf einige für mich bedeutsame Hinweise. Einer ist die sog. Vertreibung aus dem Paradies. Sie ist für mich ein Sinnbild für das „Wachwerden“ des Verstands, der Selbstreflexion und damit der Selbsterkenntnis des Menschen als solches. Und diese haben für mich mit dem Begriff der Freiheit zu tun.
Meine persönliche Interpretation ist die, dass das Göttliche die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden bzw. entscheiden zu müssen. Wir haben die Freiheit der eigenen Entscheidung. Und das ist wahrlich eine der ganz schweren Aufgaben unseres Lebens, wenn nicht die schwerste überhaupt. Verantwortung zu tragen und das nicht nur für andere Menschen sondern vor allem für Dein ganz individuelles Schicksal.
Und deshalb gibt es auch kein Strafgericht im Sinne einer unmittelbaren oder wie auch immer befristeten Wiedergutmachung durch Strafe, die wie auch immer geartet sein mag. Und dennoch sind, wenn wir den Schilderungen der NTW-BEtroffenen folgen bzw. sie einmal in Ruhe bedenken, alle Geschehnisse unseres Lebens und ihrer Folgen vorhanden und werden zu einer „Tatsache“, die wie in einem Buch niedergeschrieben und damit abrufbar sind und werden. Das Prinzip der freien Entscheidung wird niemals obsolet gestellt, sondern es ist ein Charakteristikum des Lebensgeschehnisses als solches, das immense individuelle und soziale Folgen hat. Und es ist auf immer mit Dir verbunden, so wie es im Leben Deine Haut Deines Körpers ist, Deine ganz eigenen Interpretationen und Empfindungen zu Geschehnissen während Deines Lebens. Es ist Deine Sicht ins Leben, Dein einzigartiger Lebensweg. Und nur Du schreibst das Buch. Mit Deinen Entscheidungen. Diese Freiheit wird Dir niemals genommen und sie ist Dir garantiert, denn sie ist es auch, die DICH ausmacht, denn aus ihr entspringen sämtliche Geschehnisse, die Du als Deinen Lebensweg empfindest.
Und wenn Du im Angesicht des nahen Durchschreitens dieses nebulösen Ausgangs der Brücke in den Bereich, aus dem niemand zurückkehrt (zumindest habe ich bisher noch keine Hinweise darauf erhalten), eben genau diese Geschehnisse wie „am eigenen Leib“ erlebst, Dich dafür niemand richtet oder bestraft, sondern Du ganz für Dich eine Gefühlslage erfährst, die Dir den Eindruck gibt, dass Du am eigenen Leib eben die Schmerzen erfährst, die Du im Leben anderen Menschen zugefügt hast, dann scheint es mir darauf hinzuweisen, dass Du, je nachdem welche Entscheidungen Du triffst oder getroffen hast, entweder mehr oder auch weniger Schmerzustände in diesem Anfangsbereich der Brücke erleben wirst.
Auch hier schimmert das Prinzip der Freiheit durch. Wäre es denn Freiheit, wenn es doch eine Art Gericht gäbe? Nein, das wäre Bevormundung durch Richten und Verurteilung wie in unseren Gesellschaften. Ich will diese nicht in Frage stellen, das liegt mir völlig fern. Ich nutze nur ein Sinnbild, um Dir den Vorgang verständlicher zu machen. Vergiss das bitte beim Lesen nicht. Und bitte prüfe selbst! Mache Deine eigenen Forschungen und ziehe daraus dann Deine Schlüsse. Entscheide selbst! Wenn Du also in diesem Augenblick Deines über die Brücke Gehens oder noch genauer, in diesem Augenblick, wo sich Dir diese Brücke zeigt und es Dir gewahr wird, dass Du in die Liebe, ins Licht gehen möchtest oder auch musst, weil es keine Umkehr mehr gibt, diesen besonderen Moment gibt, wos Du all das spürst, was Du getan hast, sowohl Gutes wie Böses, dann bist Du es ganz alleine, der entscheidet, ob Du „auffährst“ oder Du noch eine Art Reinigung vornehmen willst, da Du es ja spürst am eigenen „Leibe“, was Du für Schmerzen freiheitlich und willentlich zugefügt hast. Ich finde das faszinierend und schildere es deshalb auch etwas ausführlicher.
Oft habe ich bei der Lektüre der mir zugänglichen Untersuchungen dabei das Bild „des Seelenfeuers“ gesehen. Schmerz brennt in einem. Das kennen wir nur zu gut von uns selbst, wenn wir eine Verletzung oder eine Krankheit durchleiden müssen und mussten. Der Schmerz ist wie ein Feuer. Sprechen hier nicht die Glaubensveröffentlichungen von einem „reinigenden Feuer“, einer Höllenglut, die Dich verschlingt und die Sünder verbrennt?! Ich persönlich denke, das ist nur ein Teil des Wesens dieses Vorgangs, doch ein sehr bedeutsamer, denn es ist natürlich ein Unterschied, ob Dir jemand „feuriges Leid“ antut (z. B. weil Du Dich gegen Göttliches, gegen das Leben vergangen hast) oder Du es aus eigenem Antrieb heraus entfachst.
Du wirst nicht verbrannt, sondern Du bist es selbst, der diesen Schmerz erzeugt, den Du in Deinem Hier und Jetzt verursacht hast und nun unausweichlich dieser Begebenheit ausgeliefert zu sein scheinst.
So berichten zumindest viele „Zurückgekehrte“ von ihren jeweiligen NTEn. Und das Geschehnis ist, ich wiederhole mich ungern, „übergreifend“, also eine Gemeinsamkeit, ganz gleich aus welcher Lebenssituation Du auch entstammen magst.
Das ist wahrlich schwere Kost. Also, kein Gericht, keine Richtergremien, keine Polizei und andere Ermittlungsinstitutionen. Gott, das Göttliche, die umfassende Liebe sieht alles. Ihm, Ihr ist Dein Buch offenbar und zugänglich. Doch niemand liest es vor. Du bist nicht die Audienz für einen Podcast Gottes, um es mit modernen Begrifflichkeiten zu verdeutlichen. Nein, Du liest es selbst und Du wirst es Wort für Wort, ja, Buchstabe für Buchstabe aufnehmen, so als würdest Du eine Sendung über Dich und Dein Leben anhören und ansehen, doch Du bist es immer selbst, es ist kein für Dich arrangiertes Schauspiel. Du spielst die Hauptrolle. Du reflektierst Dich, ohne eine Zuschauerposition einzunehmen, es geschieht als wäre es gerade aktuell, doch Du spürst im gegensatz zur eigentlichen einst stattgefundenen Handlung dieses mal den Schmerz, den Du bereitet hast am eigenen „Leib“.
Warum das Ganze?
Darauf habe ich keine Antwort und auch die NTE-Berichte widmen sich nicht dem Sinn und Zweck oder irgendwelchen dazugehörigen Interpretationen. Es geschieht nun einmal und ist ein übergreifend wirksames Geschehnis. Vielleicht hat es auch mit der Freiheit zu tun, ich weiß es nicht genau.
Dein tiefstes Inneres sehnt sich anscheinend unausweichlich danach und wenn Du ein offenherziger Mensch bist und diese Regeln bereits in Deinem Hier und Jetzt erkannt haben solltest, dann spürst Du diese allumfassende Liebe wohl schneller als im Leben verschlossene und auf sich ausgerichtete Menschen, vor allem wenn Du Dich immer mehr von den Regeln der Liebe, der Nächstenliebe, des Respekts vor dem Leben entfernt hast. Daraus wird nach den geschilderten Erlebnissen sogar teilweise eine Art der Sehnsucht nach Antworten. Allerdings wird der gesamte Prozess als unausweichliches Geschehnis geschildert, denn allen Berichten ist dieser Vorgang gemeinsam. Und wichtig ist in diesem Kontext, dass die von den NTE Berichtenden für gewöhnlich nach ihrer „Rückkehr“ sehr zurückhaltend sind und waren, denn sie hatten Angst, dass sie für verrückt erklärt werden, was in Anbetracht der hier geschilderten Ereignisse auch nachvollziehbar ist. Für mich ist das vielleicht etwas einfacher, weil ich, wie Du unschwer anhand dieses Aufsatz erkennen magst, eine Interpretation habe, die mir die Gesamtheit des Geschehens erklär- und nachvollziehbar macht. Und ich sage nicht, das ist die Wahrheit. Ich sage aber, es spricht viel dafür, dass sie es zu sein scheint.
Was allerdings eine weitere, sehr bemerkenswerte Tatsachenschilderung ist, ist, dass die „Zurückgekehrten“ zum überwiegenden Teil ihr Leben und seine jeweiligen Gestaltungen fortan grundlegend verändert haben. Das betrifft sowohl aktive wie inaktive Komponenten ihres weiteren Lebens, also innere Einstellungen sowie nach aussen sichtbare Veränderungen.
Ein ähnliches Phänomen kennt man aus der Weltraumforschung. Schaut euch dazu einmal die diversen Biographien von Raumfahrern an. Häufig haben sie ein markantes „Sendungsbewusstsein“, das zuvor – also vor der Arbeit im Weltraum – nicht in der Weise nachweisbar war. Viele der Raumfahrer sprechen dabei von einem „Overview“, einem Überblick. Genau darin sehe ich einen Parallele zu den Schilderungen der „Zurückgekehrten“. Der Kontakt zu einer Ganzheit, wie es z. B. der Ausblick aus den Raumstationen oder -kanzeln auf die Erde darstellt, kann einen Menschen vollständig verändern. Es gibt viele Tatsachenberichte von Raumfahrern, die im Angesicht dieser wunderbaren Ansichten lachten, weinten, juchzten, sangen oder nur noch geschwiegen haben und Dinge sagten, die dem Rest der Menschheit bis heute größtenteils vorenthalten werden. Warum eigentlich? Fragt es euch selbst? Passt es vielleicht nicht in eine von bestimmten Menschen vorgefertigte Propaganda- und Manipulationsmatrix?
Diese „Neubewertung und -ausrichtung“ wird bei genauerem Hinsehen auch gerne als eine Art „Reinigungsprozess“ beschrieben, der erst NACH dem Erlebnis und folglich nach der Rückkehr ins eigentliche Leben so bestimmend und nachhaltig wirksam aufgetreten ist. Das neue Hier und Jetzt wird nach Aussagen der „Rückkehrer“ fortan oftmals bereichert um ethische Komponenten wie Vergebung, Aufrichtigkeit und aktives Gestalten im Sinne einer liebenden und respektvollen Ausrichtung des Alltagsgeschehens. Was haben die „Zurückgekehrten“ erlebt, was sie zu teils sehr tiefgreifenden Veränderungen in der verbleibenden Restlebenszeit bewegt?! Einen Hinweis habe ich gerade gegeben (s.o.). Es ist dies der Kontakt zu einer umfassenden, Dich selbst vollständig durchdringenden und erfassenden Ganzheit.
Eine letzte geschilderte Gemeinsamkeit der NTE ist die, dass allesamt zutiefst beeindruckt waren von der freundlichen Wärme, die sie umgab und die sie zum „Licht gehen“ ließ. Ja, sie fühlten sich durchweg angezogen von diesem warmen und Liebe ausstrahlenden Licht. Wie auch immer, es gäbe keine NTE-Schilderungen, wenn sie den Übergang vollzogen hätten. In vielen Berichten wird übereinstimmend davon berichtet, dass es als „schmerzliches Geschehnis“ empfunden wurde, nicht ins Licht gehen zu dürfen, aus welchen Gründen auch immer.
Einige trafen Wesenheiten, die ihnen verdeutlichten, dass ihre jeweilige Zeit noch nicht gekommen sei. Oftmals wird darin ausgesagt, dass es noch Dinge zu erledigen gäbe und die Zeit noch nicht gekommen sei. Doch die Betroffenen schilderndiese Ablehnung als insgesamt sehr schmerzlichen „Entzug“, ja, sogar als selbst so nicht gewolltes Geschehnis. Alle stimmten darüber überein, dass sie unbedingt in dieses helle, warme und sich für sie als tiefe Liebe fühlbares Licht gehen wollten. Und nicht zurück. Das auf keinen Fall.
Es gibt sehr viele Hinweise darauf, dass viele Menschen eine gigantische Schuldenlast mit sich führen. Oftmals verzweifeln sie daran. Einige negieren sie kategorisch, vielleicht weil sie ihnen unsägliche Schmerzen verursacht, wenn sie sie sich vergegenwärtigen oder ihr Gewissen oder andere Begebenheiten sie daran erinnern. Einige setzen sich damit intensiv auseinander und verändern ihren Lebensweg in z. T. zum bis dahinreichenden Alltagsgeschehnis konträre Richtungen. Die Biographien sind voll davon. Man muß sie sich nur aufmerksam durchlesen und wird sehr häufig die Verzweifelung der beschriebenen Persönlichkeiten nachvollziehen können. Und je nachdem aus welcher Warte Du selbst diese Berichte liest, wirst Du über Dich selbst das eine oder andere mal nachdenken und Deinen eigenen Weg reflektieren. Und erkennst Du nun selbst, dass es auch Dir so geht? Wir sind eben keine Engel und wir alle haben die eine oder andere Begegenheit in unserem Lebenslauf, die uns nicht mit Ruhm bekleckert und uns oftmals sogar Gewissensbisse verursacht. Das ist nur zu menschlich. Wann denkst Du, ist es an der Zeit, diese Schuld zu begleichen, Dich erkennbar umzuorientieren und um Vergebung anzuhalten, Dich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass Du noch im Hier und Jetzt dafür Sorge trägst, andere Entscheidungen zu treffen, die Deine aufrichtigen Bemühungen erkennbar werden lassen?
Bis hierhin habe ich zusammengefasst versucht, euch die NTE-Beobachtungen zu schildern, weil ich sie als einen wichtigen ethischen Baustein des Projektes „Die Brücke“ betrachte und euch deshalb erläutert habe. Die Brücke-Projekte oder das Brücke-Projekt versucht, Dir als Menschen Zeit zu geben (Dich in den Zustand, KEINE ZEIT zu haben), um Dich auf DEIN Lebensgeschehnis zu fokussieren und Dir darüber klar zu werden, was mit Dir geschieht, geschehen wird, was Deinen Angehörigen, Mitmenschen in Deinem Wirkungsumfeld widerfährt oder widerfahren wird, weil Du Entscheidungen triffst oder getroffen hast.
Nun können wir zur infrastrukturellen Ausstattung des Projekts „die Brücke “ kommen. Endlich, werden jetzt vielleicht einige denken. Mir war es dennoch wichtig, euch den intellektuellen und ethischen Hintergrund detaillierter darzulegen, denn dieser ist sowohl die treibende Kraft für mich und vielleicht dereinst auch die treibende Kraft für euch, ein Zeichen zu setzen, dass wir etwas verstanden haben von den Gesamtzusammenhängen unseres Daseins, nämlich die, dass es NICHT endet mit unserem körperlichen Tod und dass es Verbindungen gibt, die unseren Alltag mit dem Leben „danach“ in einen engen Zusammenhang bringen, der für gewöhnlich von einem Großteil der Menschen abgelehnt wird. Natürlich, und das habe ich bereits o.a., sind die Gläubigen davon ausgenommen, doch in Anbetracht der Darlegungen mag es ja sein, dass selbst „Ungläubige“ jetzt stutzig werden und sich vielleicht auch darum bemühen, meine Aussagen selbst zu überprüfen.
Ich persönlich habe den Eindruck, dass viele Menschen Angst vor dem haben, was da einst kommen wird oder sie lehnen es rein „vernunftsorientiert“ kategorisch ab. Dennoch plagen sie sich mit Zweifeln und ihr Dasein quälenden Geschehnissen herum und suchen nach Antworten. Das hier von mir dargelegte Projekt „Die Brücke“ kann vielleicht etwas Linderung und Aufklärung unter uns bringen, weil es den „Suchenden“ die Möglichkeit bietet, in Ruhe und in auf die Lösung von existenziellen Fragen ausgerichteter Umgebung eigene Antworten zu finden und sich dadurch selbst in vielerlei Hinsicht eine Form „der Vollendung“ des eigenen Hier und Jetzt zu ermöglichen.